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Chronik 1946 - 1950

Sie wurde in der Kegelbahn abgehalten, da die übrigen Räume durch die Belgische Besatzungsmacht belegt waren. Außerdem war eine Genehmigung der Militärregierung erforderlich. 

Am 22.04.1947 erfolgte unser Beitrag zu dem am 08.03.1947 in Bonn gegründeten »Deutschen Sängerbund - Nordrhein-Westfalen«

Am 26.06.1947 konnte die erste Gesangstunde wieder auf dem inzwischen von den Belgiern geräumten und renovierten Saal stattfinden.

Die Generalversammlung am 07.01.1948 war ein besonderes festliches Ereignis. Sie stand im Zeichen der Ehrung für den Vorsitzenden Hugo Merten anlässlich seiner 25jährigen ununterbrochenen Präsidentschaft im MGV Cäcilia. Der stellvertretende Vorsitzende Ludwig Jürgens überreichte ihm im Namen des Chores eine Holzplastik. Außerdem überreichte der Vorsitzende dem Vereinswirt einen großen Blumenkorb. Anlaß, der Verein tagt nunmehr ununterbrochen 70 Jahre im Hause Bultmann.

Dem am 19.06.1948 in Lüdinghausen gegründete Kreissängerbund trat auch unser Chor bei.

Auch das Weihnachtsständchen wurde wieder aufgegriffen. Am 2. Weihnachtstag erfreute man Kranke und Schwestern im Lambertus-Hospital mit einigen Weihnachtsliedern.

Das Jahr 1948 stand im Zeichen des 75jährigen Jubiläums. Die Cäcilia hatte immer das Pech, dass ihre Jubiläen in finanziell schlechte Zeiten fielen. 1924 das 50jährige - ein Jahr nach der Inflation - 1949 das 75jährige Bestehen - ein Jahr nach der Währungsreform.   

 

Trotzdem konnte sich das 75jährige Bestehen, das am 03. und 04.07.1949 gefeiert wurde, würdig dem 50jährigen anreihen und ist wie dieses in allen Teilen glanzvoll verlaufen. Chorleiter Anton Otte wurde in seiner mehr als 50jährigen Tätigkeit als Dirigent zum Ehrenkreischorleiter des Sängerkreises Lüdinghausen ernannt.


In der Generalversammlung am 04.01.1950 übernahm Chorleiter Rektor Otte zum Punkt Wahlen das Präsidium und führte aus: Die Wahlen sind diesmal von besonderer Bedeutung, weil eine Neuwahl des Präsidiums zu erfolgen hat. Hugo Merten hat in einer dieser Generalversammlung vorausgegangenen Vorstandsitzung dringend und nachdrücklich darum gebeten, ihn nun vom Amt des 1. Vorsitzenden zu entbinden.

 


Der Chor beim 75-jährigen Jubiläum 1949


Chronik 1950 - 1973

Zu seinem Nachfolger wurde vorgeschlagen und gewählt das jüngste Mitglied Bernhard Jürgens. Da es nun nicht anging, dass sein Vater Ludwig Jürgens weiterhin das Amt des 2.Vorsitzenden bekleidete, wurde Josef Röckener zu seinem Nachfolger vorgeschlagen und gewählt.

Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden wieder gewählt, damit langjährige Erfahrung und Alter mit dem Elan und Schwung der Jugend gepaart sei. In Anerkennung ihrer Verdienste wurden Hugo Merten zum Ehrenvorsitzenden, Ludwig Jürgens und Wilhelm Mühlenbeck zu Ehren-mitgliedern ernannt.

 

Am 04.04.1951 setzte Rektor i.R. Anton Otte, der nunmehr 48 Jahre den Chor leitetete, seinen schon lange gehegten Plan in die Tat um und übergab seinem von ihm selbst erwählten jungen Nachfolger, Lehrer Heinrich Kroes, den Dirigentenstab.

 

1952 hat sich der Verein neben den sich alljährlich wiederholenden Veranstaltungen: Singen bei der Weihnachtsfeier der Kriegs- und Zivilbeschäftigten, Karneval, Gestaltung des Heimat-vertriebenen-Festes, Teilnahme an Sängerfesten befreundeter und benachbarter Vereine, Ausflüge, Sä-Bu-Fe-Erneuerung, Nikolausfeier und Weihnachtsständchen im Krankenhaus  und beim Ehrenkreischorleiter Rektor i.R. Anton Otte, für den Volkstrauertag etwas Besonderes einfallen lassen.

 

Der MGV wollte über die allgemeine Ehrung hinaus die Erinnerung an die gefallenen Kameraden noch besonders wachrufen und hatte durch Initiative des jungen Vorstandes in mühe- und liebevoller Kleinarbeit die Bilder aller Gefallenen, Vermissten und durch Kriegseinwirkung zu Tode gekommenen Ascheberger zusammengetragen, in einheitlicher Größe reproduzieren lassen und diese Bilder in einer einmaligen Ausstellung im Vereinshaus ausgelegt.

Der große Saal des Vereinshauses bot den pausenlos herbeiströmenden Besuchern ein ergreifendes Bild. Von der Bühne leuchteten in großen Lettern die Buchstaben «Sie starben für dich». Die Ausstellung fand großen Zuspruch und musste noch an drei weiteren Tagen geöffnet bleiben.  

 

In der Generalversammlung am 14.01.1953 ernannte der Verein, der inzwischen auf 48 aktive Sänger angewachsen war, und nachdem er nun 75 Jahre ununterbrochen im Hause Bultmann tagte, Frau Maria Bultmann, seine Vereinswirtin zum Ehrenmitglied. Eine außergewöhnliche Ehrung, damit wurde erstmalig eine Frau Ehrenmitglied des MGV.

 

Das Jahr 1957 stand im Zeichen weiterer Ehrungen für unseren Ehrenchorleiter Rektor Otte. Der Verein hatte am 13.01.1957 ohne sein Wissen eine Feier vorbereitet, in der ihm das Bundesverdienstkreuz und die goldene Chorleiter-Nadel verliehen wurden. Die Überraschung war groß und voll gelungen. Am 27.05.1961 mussten wir unseren hochverehrten Ehrenkreischorleiter Rektor i.R. Anton Otte zu Grabe tragen. Sein Name wird für immer mit der Cäcilia verbunden sein. Zahlreiche Freunde von nah und fern gaben ihm das letzte Geleit.

Die Generalversammlung am 08.01.1964 ernannte den langjährigen stellvertretenden Vorsitzenden Ludwig Jürgens zum Ehrenvorsitzenden.

 

1968 half der Chor bei der Gestaltung des Dorfabends in Davensberg sowie beim Dorfgemeinschaftsabend im Ascheberger Vereinshaus. Er sang am Grabe der Verunglückten der Brandkatastrophe und nahm am 120jährigen Bestehen des MGV von 1848 Hiltrup teil. Er sang beim 75jährigen Jubelfest der freiwilligen Feuerwehr und bei der Verleihung der Bundes-verdienstkreuze an den Bürgermeister Franz Schulze-Ehring und an den Ehrenvorsitzenden Ludwig Jürgens. Er sang wie alljährlich am Volkstrauertag, diesmal verbunden mit der Einweihung des Ehrenmals für die Gefallenen des 2. Weltkrieges auf dem neuen Friedhof. 

 

Im Jahre 1971 bekam unser Ehrenmitglied Gottfried Hattrup das Bundesverdienstkreuz verliehen.

 

1972 brachten die ersten Überlegungen in gesanglicher, organisatorischer und finanzieller Hinsicht für das 100jährige Bestehen des Chores, das am 13., 14. und 15. Juli 1974 groß gefeiert werden soll. 

Die Alljährlich wiederkehrenden Veranstaltungen zeigen wir Ihnen an dieser Stelle auf. Wir unterteilen hierbei öffentliche und nichtöffentliche Termine, die unser Vereinsleben ständig begleiten.

Die öffentlichen Termine umfassen die Karnevalssitzung, die jedes Jahr unter einem neuen, aktuellem Motto abgehalten wird, die Teilnahme am Volkstrauertag sowie das Weihnachtssingen im Sozialwerk St. Georg. Die nichtöffentlichen (also vereinsinternen) Veranstaltungen beinhalten die Generalversammlung, das Heringsessen am Aschermittwoch, die Pättkestour mit unseren Damen vor der Sommerpause und die Nikolaus- und die Weihnachtsfeier.